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Ratgeber

Einstieg in die Tierpflege: Ausbildung, Praktikum und Bewerbung

Wie du einen der begehrten Ausbildungsplätze bekommst und was Einrichtungen erwarten.

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Die Fachrichtung wählen

Weil die Ausbildung zum Tierpfleger in drei Fachrichtungen geteilt ist, bewirbst du dich gezielt bei Zoos, bei Tierheimen und Tierpensionen oder bei Laboren und Kliniken. Bewirb dich bei mehreren Einrichtungen und nenne in jeder Bewerbung, warum dich gerade diese Einrichtung und diese Tiere interessieren.

Frag bei jeder Einrichtung, mit welchen Tierarten du in der Ausbildung arbeitest und ob Stationen in anderen Bereichen vorgesehen sind. Das zeigt dir, wie breit deine Ausbildung wird.

Praktikum als Türöffner

Ein Praktikum zeigt dir, ob du die Arbeit aushältst: frühe Dienste, Reinigung bei jedem Wetter, schweres Heben und der Umgang mit kranken oder schwierigen Tieren. Im Gespräch kannst du damit zeigen, dass du diese Realität kennst. Notiere, was du im Praktikum gemacht hast, und nenne es konkret in der Bewerbung.

Wie ein Arbeitstag aussieht

Der Dienst beginnt in vielen Einrichtungen früh mit Kontrolle, Füttern und Reinigen. Danach folgen Beobachtung, Dokumentation, Medikamentengabe nach Anweisung und Beschäftigung der Tiere. Im Tierheim kommen Gespräche mit Interessenten und Aufnahmen von Fundtieren dazu, im Zoo Arbeiten an Gehegen und Kontakt mit Besuchern. Die Arbeit ist körperlich: Futter und Einstreu tragen, Gehege reinigen, bei jedem Wetter draußen sein. Gute Arbeitsschuhe und wetterfeste Kleidung sind keine Nebensache.

Wenn du selbst eine Tierpension eröffnen willst

Wer Tiere in einem Tierheim oder einer ähnlichen Einrichtung hält oder gewerbsmäßig Wirbeltiere hält, braucht eine Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz. Die Einzelheiten, auch zur nötigen Sachkunde, regelt die zuständige Behörde auf Grundlage des Gesetzes und der Verordnungen. Für eine Anstellung brauchst du diese Erlaubnis nicht, sie betrifft den Betrieb.

Unterlagen und Bewerbung

  • Lebenslauf mit Praktika, Ehrenamt im Tierschutz oder eigener Tierhaltung.
  • Zeugnisse, bei Ausbildung das letzte Schulzeugnis.
  • Hinweis auf Allergien, die für den Einsatz wichtig sein können.
  • Führerschein, wenn Fahrten zu Tierärzten oder Fundtieren anfallen.

Im Gespräch geht es oft um Belastbarkeit und Teamarbeit. Erkläre ruhig, wie du mit einem Tier umgegangen bist, das Angst hatte oder aggressiv war, und wie du Hygieneregeln einhältst.

Quereinstieg

Ohne Ausbildung gibt es Stellen als Hilfskraft in Tierheimen, Pensionen oder Praxen. Anzeigen für Quereinsteiger in Tierarztpraxen richten sich meist an Menschen mit Erfahrung am Empfang oder in der Verwaltung. Frag, ob der Arbeitgeber eine spätere Ausbildung oder Weiterbildung unterstützt.

In Tierarztpraxen ist nach einigen Jahren Berufserfahrung auch der Weg über die Externenprüfung möglich. Wer mindestens das Eineinhalbfache der Ausbildungsdauer im Beruf gearbeitet hat, kann nach § 45 BBiG zur Abschlussprüfung zugelassen werden.

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